Theater zum Leben

Wann: 20. – 25. August 2018
Wo: Bildungshaus St. Michael (bei Matrei am Brenner/Tirol);
Vorraussichtl. Kosten: 390.- € Kursgebühr (Ermäßigung auf Anfrage, z.B. für Mitglieder v. spectACT)
Unterkunft/Verpflegung (exkl. TVB Abgabe von € 1,50):
VP im DZ: € 67,00               
VP im EZ: € 75,00               
HP im DZ: € 63,00   
HP im EZ: € 71,00
Bei Interesse: armin.staffler@spectACT.at
Anmeldung: st.michael@dibk.at  

„Theater zeigt mir, dass jede Geschichte von jedem anderen auch meine Geschichte ist. Und
dann ist mir nichts mehr fremd.“

(Jeanette Yaman-Rehm, nach einem Regenbogen der Wünsche in Götzis/Vorarlberg)


Das Theater zum Leben (engl. Theatre for Living) von David Diamond entwickelte sich direkt aus dem Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal. Es dient dazu, Fragen, Schwierigkeiten und Herausforderungen in sozialen Gemeinwesen (Gemeinden, Stadtteilen, Schulen, Organisationen, Interessensgruppen, Initiativen, Gesellschaften, u.ä.) zu analysieren und zu bearbeiten. Dabei orientiert sich die Arbeit an einem lebendigen und aktiven Ausprobieren mit ästhetischen Mitteln. Das Theater bietet die
Möglichkeit, die jeweilige Thematik anschaulich werden zu lassen und nach alternativen Handlungsoptionen zu suchen. Im Rahmen dieses Grundlagen-Kurses werden wir exemplarisch Fragen rund um das Thema „soziale Gerechtigkeit“ behandeln. In der Praxis eignet sich das Theater zum Leben, um an gemeinschaftlich relevanten Fragen zu arbeiten (Frieden, Gewaltfreiheit, Ethik, Teamfähigkeit, Kommunikation, Ökologie, Dialogfähigkeit etc.). Auf Basis einer systemischen Sichtweise werden gemeinsam kollektive Geschichten entwickelt, die von der Wirklichkeit erzählen und die es uns
ermöglichen, die Erfahrungen aus dem Theater in den Alltag mitzunehmen.


Die Teilnehmer/innen lernen die Methode und die Techniken des Theaters zum Leben praktisch kennen, um sie dann auf ihre eigenen Interessenfelder und Arbeitsbereiche übertragen zu können. Im Mittelpunkt steht dabei eine Arbeitsweise und –haltung, die für jede Arbeit mit Gruppen hilfreich ist. Außerdem werden Spiele, Übungen und insbesondere die Techniken „Forumtheater“ und „Regenbogen der Wünsche“
vorgestellt. Theatererfahrung ist dabei weder erforderlich noch hinderlich.

Zielgruppe: Menschen, die aus beruflichem oder privatem Interesse mit Gruppen (ab 2 Personen) arbeiten und ästhetische Methoden mit systemischem Ansatz integrieren wollen; Lehrpersonen, Trainer/innen, Coaches, Erwachsenenbildner/innen, Gemeinwesenarbeiter/innen, Sozialarbeiter/innen, Theatermenschen, AkteurInnen der sozial und/oder politisch engagierten Zivilgesellschaft, Politiker/innen u.a.

Referent: Mag. Armin Staffler (Theaterpädagoge BuT® und Politologe), seit 18 Jahren Leiter von theaterpädagogischen Projekten zu Fragen des Zusammenlebens und Referent in universitären und außeruniversitären Aus- und Fortbildungen. Autor des Buches „Augusto Boal. Einführung“ und Übersetzer des Buches von David Diamond „Theater zum Leben. Über die Kunst und die Wissenschaft des Dialogs in Gemeinwesen“.
www.staffler.at

Rückmeldungen zu ausgewählten Projekten:
"Die Methode des Forumtheaters ermöglicht echte Partizipation! […] Beim Theaterspielen kann auch über nonverbalen Ausdruck von Emotionen das Geschehen mitgestaltet werden, die Teilnehmer/innen beteiligen sich als ganze Personen und nicht nur auf einer ausschließlich kognitiven Ebene. […] Diese Erfahrungen  stärken Selbstbewusstsein und machen Mut!"
(Klaus Springer über das Forumtheater-Projekt „Mach mit! Es geht um uns!“)


"Durch verschiedene Darstellungen, die so vorher noch nicht überlegt, so noch nicht gesehen wurden, konnte man mit dem Erlebten jetzt besser umgehen! Den gesamten Abend sehe ich als ein philosophisches Lernabenteuer! Es war lebensnahes, lebendiges Theater!"
(Johannes Hauer über einen Regenbogen der Wünsche)


"Mich hat diese Methode sehr fasziniert. Eine lustvolle Begegnung mit nicht einfachen Themen. Ich bin beeindruckt."
(Birgit Sieber-Mayr über eine schulinteren Teamfortbildung)
 
„Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Professionalität! Ihre Arbeitsmethode hat mich sehr bewegt; wie weit sie sich auf Menschen einlassen (trauen und können), und sie diese dann auch behutsam in all ihrer Offenheit und Einschränkung weiterführen. Da steht nicht nur erlerntes Handwerk dahinter, sondern auch Mut und Persönlichkeit mit Liebe zum Menschen.“
(Dr. Margaretha Hammerle)
 
„Armin Staffler versteht es super, aus dem Moment die Superlative herauszuholen und alle aufzurütteln. Die Worte „Begegnung“, „Berührung“ und „Bewegung“ werden mich noch lange begleiten und zum Nachdenken anregen. So klar, so treffend. Armin Staffler war sehr beeindruckend in seinen Anregungen und in der Arbeit mit unseren Erfahrungen.“
(Rückmeldung über die Arbeit mit Ehrenamtlichen in der Hospizbewegung Tirol)  
 
"Ich hatte „per Zufall“ Gelegenheit am Montag, dem 16.3.2015, „Andorra anders“ (Forumtheater im Tiroler Landestheater, Anm.) beiwohnen können. Das war eine tolle Erfahrung: Ich war begeistert von der Leistung der SchauspielerInnen und der Professionalität und Empathie, mit der der Spielleiter auf die einzelnen Vorschläge aus dem Publikum eingegangen ist. Es erfordert dies sicher höchste Konzentration und ein besonderes Talent, zwei Stunden lang auf die verschiedenen Ansätze reagieren zu können. Gratulation und herzlichen Dank!“
(Beatrix Steiner)